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Begehrt wie "Oskar"!

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Der "Oskar": Die Auszeichnung der Hochschule München geht auf Oskar von Miller zurück. Foto: Fabian Sommer

[27|06|2017]

Zwölf „Oskars“ verlieh die Hochschule München 2017 an die Besten ihrer Kategorie

 

Was haben zwei Herren mit Vollbart mit der Oskar-von-Miller-Feier zu tun? Dieses Rätsel lüftete an diesem Abend ein Film im Stil der "Sendung mit der Maus": Ein Einblick in das hauseigene EOS-Sinter-Labor, in dem jedes Jahr die Oskar-Figuren entstehen.

 

Das „geheime Vergleichsformat“ der Oskar-von-Miller-Feier sei nicht die Oscar-Verleihung in Hollywood, sondern eher die „Sendung mit der Maus“ mit ihren drei Grundelementen, erklärte Präsident Prof. Dr. Martin Leitner in seiner Begrüßung: „Erstens die Lachgeschichten – sie dienen der Unterhaltung –, zweitens die Sachgeschichten – sie sollen Wissen vermitteln –, und drittens die Trennelemente, die Maus-Spots. Von allem ist hier heute etwas geboten.“

 

 

Drei Oskars für „Qualität in der Lehre“

Prof. Dr. Klaus Kreulich, Vizepräsident für Lehre, verlieh die Oskars für „Qualität in der Lehre“: „Gute Lehre zeichnet sich durch gute Absolventen aus.“ Bei der Oskar-Auswahl gehe es um „die didaktische Kunst der Lehre“. Maßgeblich dafür seien „wirksame und angemessene Lehrmethoden, Engagement für die Weiterentwicklung von Lehre und den Bezug zum Leitbild und dem Absolventenprofil der Hochschule“, so Kreulich. Constantin Pittruff, Vorstand des studentischen Parlaments und Senator, hielt die Laudatio auf die PreisträgerInnen der Lehr-Oskars. Die Studierenden selbst hatten die Lehrenden vorgeschlagen. Ausgezeichnet wurden drei Lehrende:

 

Felicitas Loepp, Lehrbeauftragte an der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen, erhielt den Preis für ihre innovativen Lehrmethoden wie etwa „Think-Pair-Share“ oder moodle-Tests als Lernzielkontrolle. Ihr Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit Teamarbeitsmethoden und „didaktischen Neuentwicklungen“, so Pittruff.

 

Prof. Dr. Stefan Rappenglück, Professor für European Studies an der Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien, wurde ebenfalls ausgezeichnet. Er setze Planspiele und Exkursionen ein, so Pittruff, um Studierende für „gesellschaftspolitische Prozesse zu interessieren, damit sie sich am gesellschaftlichen Diskurs beteiligen können“.

 

Dritter Preisträger war Prof. Dr. Ulrich Moosheimer, Professor für Druck- und Medientechnik. Er brenne für sein Fach und setze die Inhalte in neue aktivierende Methoden um, unter anderem in Spiele wie „Bullshit Bingo“, so der Laudator Pittruff.

 

 

Vier Oskars „Exzellente Studienabschlüsse“

Prof. Dr. Roland Vogt, Vorstandsvorsitzender der „Freunde der Hochschule München e. V.“, präsentierte die fünf GewinnerInnen der Oskars für „Exzellente Studienabschlüsse“, die vom Verein auch ein Preisgeld erhalten.

 

Durch persönliche Bestleistungen überzeugten: Florian Mauerer für seinen Bachelor an der Fakultät für Bauingenieurwesen, Adina Grimmert für ihren Bachelor an der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik, und Miriam Gaissmaier für ihren Bachelor im Studiengang Technische Kommunikation und Redaktion.

 

Schließlich ging je ein Studien-Oskar an Nico Lingg für seinen Master an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik sowie an Magnus Berchtold für seinen Master an Fakultät für Betriebswirtschaft. Wie die fünf PreisträgerInnen der Kategorie „Exzellente Studienabschlüsse“ jeweils das Thema ihrer Arbeit Außenstehenden ganz handgreiflich vermitteln, ist auf Facebook zu sehen.

 

 

Oskar „Angewandte Forschung und Entwicklung“ für herausragende Promotion

Erstmals verleiht die Hochschule München in diesem Jahr einen Oskar für eine herausragende Promotion. Neben der Note seien das wissenschaftliche Engagement der BewerberInnen sowie die Relevanz und der Anwendungsbezug der Arbeit wichtig, erklärte Prof. Dr. Sonja Munz, Vizepräsidentin für Forschung. Das Preisgeld für diesen Oskar stifteten ebenfalls die „Freunde der Hochschule München“.

 

Gewinnerin ist Dr. Carina Prein, Fakultät für anwandte Naturwissenschaften und Mechatronik, für ihre Dissertation im Bereich des „Tissue Engineering“ zu künstlichem Gewebe-Ersatzmaterial, die sie mit summa cum laude abschloss.

 

“Sie hat den Ingenieuren, die künstliches Gewebe machen, den Bauplan geliefert, wie sie die Leitschienen machen müssen, die die Zellen genau an die richtige Stelle bringen. Auf ihren Ergebnissen bauen mehrere prestigeträchtige Förderprojekte unserer Hochschule auf“, sagte Laudator Prof. Dr. Hauke Clausen-Schaumann von der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik, der die Arbeit mit betreute.

 

 

Oskar „Angewandte Forschung und Entwicklung“ – Forschung für die Öffentlichkeit

Beim Forschungs-Oskar wurden nach Vizepräsidentin Sonja Munz „die Patentverwertung, Anwendungen und Produkte, Existenzgründungen sowie die Kommunikation von Forschungsergebnissen“ bewertet. Die Jury stimmte einstimmig für Prof. Dr. Gerta Köster, Professorin für Modellbildung und Simulation an der Fakultät für Mathematik und Informatik. „Ihre zahlreichen Veröffentlichungen mit entsprechenden ‚Impact-Faktoren‘, Konferenzbeiträge und betreuten Promotionen trugen zu ihrer Auswahl im Sinne äußerst gelungenen Wissens- und Technologietransfers bei“, so Munz.

 

Köster stellte den freien Forschungssimulator VADERE in einem Film dem Publikum vor und beschrieb ihre Arbeitsweise bei der „Modellierung von Personenbewegungen“, bei der das Team in Experimenten beobachtet, wie Menschen in realen Situationen gehen. Köster bedankte sich für den Preis im Namen ihres Teams: “Alle diese Arbeiten sind in Gemeinschaft entstanden“, sagte sie.

 

 

Zwei Oskars „Engagement für Bildung“ – Partner in der Wirtschaft

Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident für Wirtschaft der Hochschule München, überreichte zwei Oskars für Engagement für Bildung an externe Wirtschaftspartner. Hier handelt es sich um Praxis-Partner, die sich in einer besonderen, vielfältigen und langfristigen Weise für die Studierenden in einer Fakultät einsetzen.

 

Einen Oskar verlieh Stumpp an den Verein zur Förderung des Masterstudiengangs Gebäudetechnik e. V. für sein Engagement für den Studiengang Gebäudetechnik. Seit 2001 setzt er sich als Zusammenschluss von Unternehmen für die Ausbildungsqualität an der Hochschule ein. Neben der Unterstützung bei der Laborausstattung und der Betreuung von Abschlussarbeiten stelle der Förderverein kurzfristig Lehrbeauftragte, so Laudator Prof. Dr. Roland Kraus.

 

Den zweiten Oskar erhielt die MTU Aero Engines AG für ihr Engagement für das Fach Luft- und Raumfahrttechnik in enger Kooperation mit dem Studiengangsleiter Prof. Dr. Björn Kniesner. Gerhard Heider, Senior Consultant Technical Reviews bei MTU, hatte mit der Vorlesungsreihe „Vom Bauteiltest zum Flugversuch“ 2005 die Zusammenarbeit ins Leben gerufen. Zum Engagement von MTU gehören auch Dauerleihgaben von Triebwerkskomponenten, das Angebot von Praktikumsplätzen und die Betreuung von Abschlussarbeiten. Studiengangsleiter Kniesner: „Die Studierenden sind von ihren Einsätzen bei der MTU immer total begeistert, sie können dort ganz nah an die Technik.“

 

Knallrote Cocktails von der „Bar der Freunde“ probierten im Laufe des Abends nicht nur der Präsident und Prof. Dr. Roland Vogt. Angeregte Gespräche ausgelassener GewinnerInnen und Gäste erfüllten das Foyer noch den ganzen Abend.

 

 

Christiane Taddigs-Hirsch

 

 

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