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Ein Semester in München

Prof. Dr. Antti Perttula im Labor für Regelungstechnik (Foto: Mirja Fürst)
Prof. Dr. Antti Perttula im Labor für Regelungstechnik (Foto: Mirja Fürst)

[14|12|2018]

Prof. Dr. Antti Perttula aus Finnland über seine Erfahrungen mit dem Fellowship-Programm der HM

 

Luftfahrttechnik ist sein Spezialgebiet: Während seines Fellowship-Semesters an der HM unterrichtet Prof. Dr. Antti Perttula von der Tampere University of Applied Sciences (TAMK) die Studierenden der HM in den Themen Control Systems und Aeronautical Engineering. Seine Forschungsaktivitäten in Finnland betreut Perttula weiterhin von hier aus. Dabei beschäftigt er sich hauptsächlich mit Drohnen und auf welche Art sie sich einsetzen lassen.

 

Ein weiteres Projekt, an dem er mit seinen Studierenden in Finnland bereits im dritten Jahr beteiligt ist: die Epic Challenge der Raumfahrtbehörde NASA. Die NASA möchte in circa 20 Jahren permanente BewohnerInnen auf den Mars schicken, für dieses Vorhaben sind natürlich noch sehr viele Probleme ungelöst. Dafür wurde die Epic Challenge ins Leben gerufen, damit Studierende bei der Entwicklung neuer Ideen in Form von Prototypen helfen. Das können gezüchtete Nahrung, Schutzvorrichtungen gegen Radioaktivität oder ähnliches sein. Finnland ist das erste nicht-amerikanische Land, das an der Epic Challenge teilnehmen darf.

 

Labore, Berge und Musik

Zu der TAMK hat die HM eine enge Beziehung: Der Kooperationsvertrag der beiden Hochschulen wurde kürzlich für fünf weitere Jahre verlängert und dabei eine vertiefte strategische Zusammenarbeit vereinbart. Perttula kannte die Hochschule München bereits von seinem Besuch vor drei Jahren. Als er von dem Fellowship-Programm der HM für internationale GastwissenschaftlerInnen hörte, zögerte der Wissenschaftler nicht lange, für ein Semester an die HM zu kommen.

Prof. Dr. Antti Perttula mit einem Water-Level-Controlling-System (Foto: Mirja Fürst)
Prof. Dr. Antti Perttula mit einem Water-Level-Controlling-System (Foto: Mirja Fürst)
Vor allem die Labore der HM gefallen Perttula: „Sie sind groß, es gibt viele davon und zudem sehr spezialisierte Labore für bestimmte Bereiche. Aber auch die Berge waren ein Grund, mich für die Hochschule München zu entscheiden“, schmunzelt Perttula. Denn Wandern ist eine große Leidenschaft des Finnen, der er auch in der Heimat fast jedes Wochenende nachgeht. Vor allem das Gebiet rund um den Tegernsee hat es ihm angetan. Klassische Musik ist eine seiner weiteren Interessen, weshalb das Konzert "Freude" von Chor und Orchester der HM ein Highlight für ihn war.

 

Gleiche Arbeitsweise, viel Support

Ein Auslandssemester konnte sich Perttula am besten in Deutschland vorstellen, weil er hinsichtlich der Arbeitsweise zwischen Finnen und Deutschen keine großen Unterschiede erkennt: „Zeitpläne und Vereinbarungen einzuhalten ist beiden wichtig.“ Auch den gastfreundlichen Support der HM-KollegInnen schätzt der Professor: „Als ich neu in die Labore kam, haben mir anfangs viele Leute geholfen“, sagt Perttula. „Und auch die Studierenden haben mich positiv überrascht: In den Kursen setzten sie sich direkt in die erste Reihe, was bedeutet: Die wollen lernen.“ Wichtig ist dem Professor in der Lehre, nicht nur theoretischen Frontalunterricht zu halten. Die Studierenden sollen wirklich am Lernprozess partizipieren und mit ihm in den Dialog kommen. „Dabei lasse ich mir auch gerne mal sagen: Nein, das ist falsch! Daran merke ich, dass sie Dinge in Frage stellen. Und nur so kann man lernen.“

 

Was Antti Perttula mit zurück an die TAMK nach Finnland nimmt: „Vor allem persönliche Kontakte zu gut ausgebildeten Wissenschaftlern und Lehrenden. Die sind sehr wichtig für mich.“

 

 

Mirja Fürst

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