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Starthilfe in die digitale Zukunft

Das Gründerteam von Tangany (v.l.): Christopher Zapf, Martin Kreitmair und Alexey Utin
Das Gründerteam von Tangany (v.l.): Christopher Zapf, Martin Kreitmair und Alexey Utin

[25|04|2019]

Das Start-up Tangany bietet eine Infrastruktur zur einfacheren Nutzung der Blockchain-Technologie an

 

Bitcoins sind wohl die bekannteste Anwendung der Blockchain-Technologie: Transaktionen der Kryptowährung werden über eine dezentral organisierte Datenbank – die Blockchain – abgewickelt, wobei jeder Beteiligte eine vollständige Kopie der Datenbank besitzt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Blockchains, auf denen ähnlich wie bei einem Betriebssystem verschiedene Anwendungen laufen können. Um Unternehmen solche Anwendungen zu erleichtern, entwickelt das Start-up Tangany Infrastrukturen, die erstmals auch ohne Fachkenntnisse die Nutzung von Blockchains möglich machen. Für diesen innovativen Ansatz haben die drei Gründer Martin Kreitmair, Christopher Zapf und Alexey Utin mithilfe des an der HM angesiedelten Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eingeworben.

 

Transaktionen in Blöcken

In Blockchains sind alle Transaktionen in Datensätzen – sogenannten Blöcken – dokumentiert, die mithilfe kryptographischer Verfahren miteinander verkettet werden. Neue Transaktionen fügt die Technologie als neue Blöcke hinzu und speichert sie bei allen NutzerInnen synchron ab. In jede Transaktion wird eine digitale Signatur aller bisherigen Transaktionen komprimiert und gespeichert, die sich nicht im Nachhinein manipulieren lässt. Für eine neue Transaktion müssen alle NutzerInnen bestätigen, dass die Aktion valide ist, eine kontrollierende Zwischeninstanz ist nicht nötig. Interessant ist die Technologie unter anderem für den Finanzsektor, etwa im internationalen Zahlungsverkehr, aber auch für zahlreiche andere Anwendungen, die Transaktionen zwischen unbekannten TeilnehmerInnen erfordern.

 

„Damit Unternehmen Blockchains für ihre Lösungen einfacher nutzen können, bieten wir mit unserer Infrastruktur eine Zwischenschicht zwischen Blockchain und Nutzer, die einen sehr einfachen Zugang zur Blockchain ermöglicht“, sagt Martin Kreitmair. „Das ist vergleichbar mit dem Erstellen von Webseiten, für die man nicht mehr unbedingt HTML oder TCP/IP programmieren muss, sondern bestehende Baukastensysteme nutzen kann.“ Dabei kümmert sich das Team auch um die sichere Speicherung der sogenannten Private Keys – Codes die den Zugang zur Blockchain ermöglichen – sowie um den Schutz der Privatsphäre. Neben dem technologischen Produkt „Wallet as a Service“ bietet Tangany auch Beratungsleistungen im Bereich Blockchain an. Derzeit nutzen eine Handvoll Kunden das Angebot von Tangany, mit weiteren Interessenten ist das Start-up im Gespräch.

 

Mentor für das EXIST-Gründerstipendium ist Prof. Dr. Jochen Hertle, Fakultät für Informatik und Mathematik.

 

 

Monika Gödde

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