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Die Hochschule München trauert um Prof. Andreas Meck

Prof. Andreas Meck (Foto: Magdalena Jooss)
Prof. Andreas Meck (Foto: Magdalena Jooss)

[23|08|2019]

Der bekannte Architekt und Dekan der Fakultät für Architektur verstarb am 20. August 2019

 

Am 20. August 2019 ist der Dekan unserer Architekturfakultät, Prof. Andreas Meck, im Alter von 59 Jahren verstorben. Er war seit 1998 Professor für Baukonstruktion und Entwerfen und hat die Entwurfslehre unserer Architekturschule entscheidend geprägt.

 

Andreas Meck wurde 1959 in München geboren. Er studierte Architektur an der Technischen Universität München und an der Architectural Association in London, bevor er Ende der achtziger Jahre als Assistent am Lehrstuhl für Raumgestaltung und Entwerfen an der Akademie der Bildenden Künste in München tätig wurde. 1989 gründete er sein Architekturbüro, das heute als Meck Architekten firmiert.

 

1998 wurde Andreas Meck an die Architekturfakultät der Hochschule München berufen und war dort viele Jahre Sprecher des Lehrgebiets „Architektur“. Er war ein begeisterungsfähiger Hochschullehrer, der maßgeblichen Einfluss auf die Entwurfslehre vom ersten Bachelorsemester bis zur Masterarbeit hatte. Mit seiner tiefgründigen Fachkunde hat er unermüdlich für seine Entwurfshaltung geworben, blieb dabei aber auch neugierig auf neue Sichtweisen. Insbesondere mit seinem Vorlesungszyklus „Einführen in das Entwerfen“ und seinen originellen Entwurfsaufgaben hat er Studierenden die Grundlagen des architektonischen Entwerfens auf authentische Weise vermittelt und die Entwurfspositionen vieler Absolventinnen und Absolventen im Hinblick auf eine gesellschaftlich verantwortungsvolle Berufspraxis geprägt. Mit Themen wie „Komische Pinakothek“, „Isarflussbad“ und „Ein Haus für Karl Valentin“ gelang es ihm immer wieder, auch einen engen Bezug zum Ort seines Schaffens zu entwickeln und einen fundierten Beitrag in die öffentlichen Diskussionen über die Münchner Baukultur einzubringen.

 

Andreas Meck hat seit 2013 als Dekan der Architekturfakultät die Geschicke unserer Architekturschule auf umsichtige Weise geprägt und mit großem Engagement zu ihrem guten Ruf beigetragen. Auch mit der Hochschulleitung und mit anderen Fakultäten verband ihn ein intensiver Gedankenaustausch. Sein Wort hatte Gewicht sowohl bei allgemeinen Aspekten der Hochschulpolitik als auch bei konkreten Fragestellungen der Architekturausbildung. Dabei war für ihn das große Gesamtbild genauso wichtig wie das einzelne Detail. Zahlreiche Formate und Veranstaltungen wie das Jahresbuch und die AbsolventInnenverabschiedung wurden von ihm als motivierender Impulsgeber aufgegriffen und stilvoll weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang war es ihm ein besonderes Anliegen, mit Nachdruck auf die einmaligen Qualitäten des Fakultätsgebäudes für die Architekturlehre und auf die Verbundenheit der Architekturschule mit dem Kunstareal hinzuweisen.

 

Andreas Meck ist es hervorragend gelungen, die Erkenntnisse aus seiner eigenen Berufspraxis in die Lehre einzubringen. Seine Bauten und Projekte boten ihm ein nahezu unbegrenztes Anschauungsmaterial, Architektur als schöpferische und handwerkliche Disziplin zu vermitteln. In den 30 Jahren seiner selbständigen beruflichen Tätigkeit hat er ein bedeutendes architektonisches Werk mit einer außergewöhnlichen Qualität geschaffen, das ein breites Spektrum von städtebaulichen Projekten, Wohnungsbauten, öffentlichen Gebäuden, Gedenkstätten und Innenräumen umfasst. Dabei fand der Reichtum seiner vielschichtigen Ideen und reflektierten Überlegungen nicht nur in seinen preisgekrönten Sakralbauten ihren besonderen baukünstlerischen Ausdruck. Auf unnachahmliche Weise gelang es ihm immer wieder, sein untrügliches Gespür zur Geltung zu bringen, die atmosphärische Stimmung von Räumen durch die sinnliche Wirkung von Proportionen, Materialien und Licht zu justieren.

 

Seine Bauwerke wurden mehrfach mit Städtebau- und Architekturpreisen prämiert und in Ausstellungen präsentiert. Vor vier Jahren erhielt er den Architekturpreis der Landeshauptstadt München für sein Gesamtwerk. 2019 wurde er dann gemeinsam mit seinem Büropartner Axel Frühauf für die Kirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing mit der „Großen Nike“, einem der bedeutendsten Architekturpreise Deutschlands, ausgezeichnet.

 

Im Bereich der Baukultur hat Andreas Meck als beharrlicher Architekturvermittler zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben übernommen. Auch bei kontroversen Debatten war es ihm ein Anliegen, ausgehend von seinen Überzeugungen, eine klare, vorausschauende Position einzunehmen. Er war u. a. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, des Bundes Deutscher Architekten, des Deutschen Werkbunds, der Münchner Kommission für Stadtgestaltung sowie ehemaliger Vorsitzender und Kuratoriumsmitglied im Förderverein des Architekturmuseums der TU München.

 

Andreas Meck war eine liebenswürdige und charismatische Persönlichkeit, ein hochgeschätzter Kollege und ein herausragender Architekt mit außergewöhnlichen Begabungen, der große Verdienste für unsere Fakultät erworben hat. Dafür danken wir ihm und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

 

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