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Design-Absolventin entwickelt Führer für Pinakothek der Moderne

Alexandra Elstner erhält den Hochschulpreis der Stadt München
26/07/2015
Im Museum stehen ausgewiesen relevante Werke. Allerdings erschließt sich die Relevanz nicht von selbst. In der Designabteilung der Pinakothek der Moderne werden Alltagsgegenstände wie Teekannen, Sessel, Automobile, Computer gezeigt. Die Hinweise beschränken sich auf die AutorInnen und das Entstehungsjahr. Nicht nur Jugendliche laufen schulterzuckend an den Objekten vorbei.
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Die Industriedesignerin Alexandra Elstner kennt ihre Klientel aus eigener Erfahrung aus ihrer Schul- und Studienzeit. Sie führte selbst schon durch die Pinakothek der Moderne und weiß Kinder und Jugendliche für die Exponate zu begeistern. Diese Vermittlerrolle spielte sie in ihrer Abschlussarbeit aus.
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Mit ihrer Bachelorarbeit „Entwicklung eines Museumsführerkonzeptes“ gewann die HM-Absolventin jetzt den Hochschulpreis 2015 der Landeshauptstadt München. Ihre Betreuerin Prof. Marion Kießling lobt Alexandra Elstners Fähigkeit zu vermitteln, sich auf beide Seiten einzulassen, Wissen zugänglich zu machen und Begeisterung zu wecken.
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Ihre Sammlung kleiner Führer schafft es, dass auch Kinder an dieser für sich selbst stehenden Sammlung Freude haben und etwas erfahren: Warum Objekte so gestaltet sind und nicht anders. Welche Rolle spielt die Zeit, die Fertigungstechnik, die Mode? Warum sieht ein Stuhl aus der Zeit der ersten Mondlandung anders aus als ein Stuhl aus Charlie Chaplins Zeiten? Und warum hat Gerrit Rietveld den Stuhl nicht in Pastelltönen angemalt?
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Jeder der neun Führer beschränkt sich auf ein Thema und erläutert in großen zeitlichen Bezügen und in kleinen Anekdoten die Objekte. Der exemplarisch ausgearbeitete Führer für das Thema Stühle enthält zudem aktivierende Elemente wie Spiele, Rätsel, Aufgaben. Es darf gemalt, geklebt und auch gesammelt werden. Wer schon in allen Abteilungen war, also alle Bücher hat, weiß mehr und kann seine Freunde besser beeindrucken.
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Prof. Marion Kießling/Christina Kaufmann