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Ausgezeichnete Forschung
Tourismus-Preis für HM-Absolventin Dr. Elisabeth Bartl
12/04/2026
Auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin verleiht die Deutsche Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) jährlich Wissenschaftspreise. Die Auszeichnung in der Kategorie Beste Dissertation ging an HM-Alumna Dr. Elisabeth Bartl. Ihre Arbeit mit dem Titel „Touristisches Reiseverhalten im raum-zeitlichen Kontext“ setzte sich gegen die Konkurrenz durch und wurde von der Fachjury als wegweisender Beitrag zur Tourismuswissenschaft gewürdigt.
Reiseverhalten als dynamischer Prozess
Elisabeth Bartl belegt, dass Reiseverhalten kein statisches Phänomen ist, sondern ein dynamischer Prozess, der gleichzeitig von drei Zeiteffekten geprägt wird: dem Alter (Veränderungen im Lebenszyklus), der Periode (gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen zu einem bestimmten Zeitpunkt) und der Kohorte (prägende Generationserfahrungen). Während die Entscheidung, überhaupt zu verreisen (Partizipation) vom Alter und externen zeitliche Faktoren abhängt, ist die Reisehäufigkeit vor allem durch das Alter und die Generationszugehörigkeit geprägt. Die relativen Reiseausgaben bleiben über die Jahrzehnte hinweg erstaunlich stabil. Dies deutet darauf hin, dass Reisen für viele Deutsche ein fest budgetierter Bestandteil der Lebensqualität ist. Die Promotion führte Bartl an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durch.
Zurück an die Hochschule München
Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Promotion führte Bartls Weg sie zurück an die HM, an der sie bereits ihren Bachelor absolviert hatte: Im Transfer- und Innovationszentrum im Oberland (TIZIO) in Bad Tölz betreut sie das Living Lab Tourismus, Nachhaltigkeit und Lebensqualität. In dieser Rolle verbindet sie wissenschaftliche Methoden mit praxisorientierter Forschung und setzt auf moderne Technologien, um die Entwicklungen im Tourismus aktiv zu gestalten. Den Preis versteht die Forscherin auch als Anerkennung für ihr Team und das Umfeld, das ihren Forschungsweg begleitet hat: „Er motiviert mich, Themen auch künftig offen, neugierig und gerne ein Stück über Fachgrenzen hinweg zu betrachten.“
Ralf Kastner