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Pionierarbeit: Gleichstellung durch Kommunikation
HM-Konzept für eine geschlechtersensible Kommunikationspraxis
08/02/2026
Die HM hat ein Konzept für eine geschlechtersensible Kommunikationspraxis verabschiedet. Es verfolgt zwei zentrale Ziele: die Gleichstellungspraxis der HM sichtbarer zu machen und Wissenschaftlerinnen in der Hochschulkommunikation strukturell präsenter werden zu lassen. Das Konzept richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der Kommunikation der HM beteiligt sind: von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die Themen einbringen, über die rund 200 Redakteurinnen und Redakteure von Webseiten und Social-Media-Kanälen an Fakultäten, Instituten und in der zentralen Hochschulkommunikation bis zu weiteren Akteurinnen und Akteuren im Kommunikationsfluss. Mit 21 konkreten Maßnahmen setzt die HM ihr im Hochschulentwicklungsplan 2023 verankertes Bekenntnis zu Gleichstellung als strategischem Querschnittsthema um.
Gleichstellungspraxis und Wissenschaftlerinnen sichtbar machen
Die HM wurde als gleichstellungsstarke Hochschule ausgezeichnet. Diese Stärke und die vielfältigen Angebote für Mitarbeiterinnen, von Entwicklungsmöglichkeiten bis zur Netzwerkarbeit, will die Hochschule künftig noch deutlicher kommunizieren. Gleichzeitig sollen Wissenschaftlerinnen in Forschung und Öffentlichkeit präsenter werden. Denn wissenschaftliche Leistungen von Frauen bleiben oft unsichtbar. Lise Meitner lieferte die theoretische Erklärung für die Kernspaltung – ausgezeichnet wurde ein anderer. Rosalind Franklin schuf mit ihren Daten die Grundlage für die Entdeckung der DNA-Doppelhelix; im Rampenlicht standen ihre männlichen Kollegen.
„Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft ist kein individuelles ‚Mut-Problem', sondern ein komplexes Zusammenspiel aus gesellschaftlichen Normen, institutionellen Rahmenbedingungen und persönlichen Restriktionen. Deshalb braucht es strukturelle Lösungen", sagt Prof. Dr. Elke Wolf, Hochschulfrauenbeauftragte der HM.
Vom ersten Impuls bis zur Veröffentlichung
Die 21 Maßnahmen des Konzepts umfassen die Themenauswahl, die Bildsprache, die Vermeidung geschlechtsspezifischer Rollenbilder, Kompetenzzuschreibungen sowie konkrete Arbeitsabläufe. Der Ansatz ist ganzheitlich: Er beginnt bereits dort, wo Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überlegen, ob ein Thema für die Kommunikation interessant sein könnte, und begleitet den gesamten Kommunikationsfluss bis zur redaktionellen Entscheidung und Veröffentlichung. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der Kommunikation der HM mitwirken, sind dabei eingebunden: von der ersten Themenidee bis zur redaktionellen Umsetzung.
Das Papier „Kommunikation gestalten – Gleichstellung stärken. Konzept für eine geschlechtersensible Kommunikationspraxis“ finden Sie im Bereich Gleichstellung.
Svenja Killius