News
Gendermonitorings 2025 veröffentlicht
Der Bericht dokumentiert die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse an der Hochschule München und liefert wichtige Grundlagen für die strategische Gleichstellungsarbeit.
10/03/2026
Mit dem Gendermonitoring 2025 dokumentiert die Hochschule München zum vierten Mal in Folge den quantitativen Stand der Gleichstellung an der Hochschule. Das Monitoring erfasst die Geschlechterverhältnisse bei Studierenden sowie bei wissenschaftlichen und wissenschaftsstützenden Mitarbeitenden auf allen Hierarchieebenen und stellt deren Entwicklung über Zeitreihen dar.
Die sogenannte Leaky Pipeline veranschaulicht dabei, dass auch an der Hochschule München der Frauenanteil mit zunehmender Qualifikationsstufe kontinuierlich abnimmt: Während der Anteil an Studienanfängerinnen im Wintersemester 2024/25 noch bei 41,3 % liegt, beträgt der Anteil an Professorinnen 22,6 %.
Auch die Zeitreihen bieten interessante Einblicke in die Entwicklung der vergangenen Jahre: Im Sommersemester 2013 lag der Anteil an Studentinnen noch bei 36%, im Sommersemester 2025 dagegen bereits bei 40%. Der Anteil an MINT-Anfängerinnen stieg von 23,8% im Wintersemester 2013/14 auf 31,9 % im Wintersemester 2024/25. Ebenso erhöhte sich der Anteil an Professorinnen von 18,9% im Jahr 2013 auf 24,1% bis Ende 2025. Im wissenschaftsstützenden Bereich liegt der Frauenanteil im Wintersemester 2024/25 bei 58 %. Insgesamt zeigt sich somit, dass sich die Hochschule München in Richtung Parität bewegt, wenn auch mit kleinen Schritten.
Die regelmäßige Erhebung unterstützt die strategische Gleichstellungsarbeit der HM und ist integraler Bestandteil der EU-Forschungsförderprogramme. Dabei gilt: Geschlechterverhältnisse allein sind nicht der einzige Maßstab für Gleichstellung – entscheidend ist eine gelebte Gleichstellungspraxis im Hochschulalltag.
Elisabeth Wiesnet