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INSIDE:PhD
HM-Doktorandin Inka Sotzeck über ihre Forschung zu nachhaltigen Lösungen für die Schadstoffentfernung
04/05/2026
In unserer Umwelt befinden sich verschiedenste Schadstoffe, wie zum Beispiel Schwermetalle oder Weichmacher. Diese Stoffe gelangen über Abwässer, industrielle Emissionen, Auswaschungen aus Produkten (Kosmetik, Plastik) und Verbrennungsprozesse in die Umwelt. Dabei reichern sie sich oft in Organismen an, sind langlebig und gefährden Ökosysteme sowie die menschliche Gesundheit.
HM-Doktorandin Inka Sotzeck forscht am Promotionszentrum CPaB (Center for Physical and Biomedical Engineering) an einer Lösung für dieses Problem: In ihrer Doktorarbeit untersucht sie, wie spezielle Mikroorganismen helfen können, Umweltschadstoffe abzubauen.
HM: Woher kommen Sie?
Sotzeck: Aus dem Süden von München.
HM: Woran forschen Sie?
Sotzeck: Ich forsche am mikrobiellen Abbau von Umweltschadstoffen, sogenannten PAKs und Phenolen, die zum Beispiel im Steinkohleteer vorkommen. Ziel ist es, diese Schadstoffe mithilfe eines mikrobiellen Konsortiums aus Bakterien, Hefen und Pilzen biologisch abzubauen.
HM: Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsbereich am meisten?
Sotzeck: Besonders faszinierend finde ich, dass Mikroorganismen komplexe Schadstoffe wie Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz: PAKs) überhaupt abbauen können. Spannend ist vor allem das Zusammenspiel der Mikroorganismen und wie durch ihre Wechselwirkungen und Kombination der biologische Abbau deutlich verbessert werden kann.
HM: Warum haben Sie sich für eine Karriere in der Wissenschaft entschieden?
Sotzeck: Mich motiviert das Erforschen komplexer biologischer Zusammenhänge. In der Wissenschaft kann ich neue Lösungsansätze entwickeln und natürliche Prozesse für reale Probleme nutzbar machen, insbesondere um die Umwelt zu schützen.
HM: Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht forschen?
Sotzeck: Zeit in der Natur verbringen.
Das Interview führte Constance Schölch