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Prof. Dr. Markus Witzmann erhält Oskar-von-Miller-Preis 2026
Herausragender Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis
19/05/2026
Die Hochschule München (HM) ehrt Prof. Dr. Markus Witzmann mit ihrer höchsten Auszeichnung für Forschung und Transfer: dem Oskar-von-Miller-Preis 2026. Witzmann zeigt, wie moderne Pflegewissenschaft gesellschaftliche Wirkung entfaltet und direkt in der Versorgungspraxis ankommt.
Forschen auf Augenhöhe
Der Preis in der Kategorie „Angewandte Forschung und Entwicklung“ würdigt dieses Jahr vor allem den Mut zum Dialog. Witzmann forscht nicht über Köpfe hinweg. Er holt alle an einen Tisch: Patientinnen und Patienten, An- und Zugehörige, Einrichtungen und Dienste im Sozial- und Gesundheitswesen und Akteure aus Verbänden, Behörden und der Politik. Er will das Gesundheits- und Sozialsystem nicht nur beschreiben, sondern aktiv mitgestalten.
Seine Schwerpunkte sind Themen, die oft im Schatten stehen:
- Psychische Gesundheit und Teilhabe – psychiatrische Pflege auf Basis von Werten und Evidenz
- Leben mit Autismus – Lösungen für Betroffene und deren An- und Zugehörige
- Schutz vor Gewalt – Konzepte für sichere Orte in Einrichtungen und Diensten im Sozial- und Gesundheitswesen
Von der Theorie direkt in den Alltag
Witzmann ist ein Brückenbauer. Er verknüpft seine Arbeit mit einem starken Netzwerk aus bayerischen Ministerien, Kranken- und Pflegekassen und Verbänden wie der Diakonie, dem Paritätischen und der organisierten Selbsthilfe.
Sein Ziel: wissenschaftliche Erkenntnisse sollen die Praxis stärken und einen Beitrag leisten zu mehr Wohlbefinden und Lebensqualität für auf Unterstützung angewiesene Menschen.
„Pflegewissenschaft muss sich daran messen lassen, ob sie das Leben der Menschen wirklich verändert“, sagt der Preisträger. Diese Haltung gibt er direkt an seine Studierenden weiter, um die Pflege von morgen menschlicher und professioneller zu machen.
Zur Person
Markus Witzmann ist Professor für Pflegewissenschaft an der HM innerhalb der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften und der Studienfakultät MUC.HEALTH. Er ist Experte für psychiatrische Pflege, partizipative Forschung und Pflegeethik. Er engagiert sich maßgeblich für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Bei den Kliniken des Bezirks Oberbayern ist er Geschäftsführer des Autismuskompetenzzentrums. Im Rahmen der Hightech Agenda Bayern ist er aktiv an einem Forschungs- und Transformationsprojekt beteiligt.
Ralf Kastner