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Studierende gestalten Labyrinth am Ammersee
Team der Fakultät für Geoinformation verwandeln Feld in ein Kunstwerk – dieses Jahr das Kolosseum
27/07/2026
Zwischen Schondorf und Utting am Ammersee entsteht jedes Jahr ein besonderes Labyrinth, das durch seine einzigartigen Motive und die präzise Umsetzung in der Region und darüber hinaus bekannt ist. Bereits zum 25. Mal sind Studierende des Bachelorstudiengangs „Angewandte Geodäsie und Geoinformatik“ der Fakultät für Geoinformation maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. Unter der Leitung von HM-Professor Jens Czaja und Laboringenieur Manfred Wurzer war es Aufgabe der Studierenden, dieses Jahr die Umrisse des Kolosseums auf das Feld zu übertragen.
Präzise Vermessung mit GNSS-Technologie
Um das Motiv abstecken zu können, wurde es vorab georeferenziert, das heißt jedes Pixel im Bild erhielt eine Koordinate, um es anschließend auf das Feld übertragen zu können. Zum Einsatz kam dann eine spezialisierte GNSS-Technik, also eine Kombination aus mehreren globalen Navigationssatellitensystemen (GPS, GALILEO, BEIDOU, GLONASS). Damit lassen sich in Echtzeit Genauigkeiten von unter drei Zentimetern erreichen. Das Ergebnis kontrollierte das Team durch den Einsatz einer Drohne.
Zusammenarbeit mit Betreibern am Ammersee
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Familie Ernst realisiert, die das Labyrinth „Ex Ornamentis“ betreibt. Seit 25 Jahren unterstützt das Labor für Geodätische Messtechnik der HM die Familie bei der Umsetzung der Labyrinthe. Die Motive, die von der Familie Ernst zur Verfügung gestellt werden, haben oft einen Bezug zu aktuellen Themen oder Jubiläen. In diesem Jahr passte das Motiv des Kolosseums perfekt zur langjährigen Zusammenarbeit der Fakultät mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege bei der Vermessung römischer Bodendenkmäler.
Das Labyrinth ist bis 29. September 2026 täglich geöffnet.
Constance Schölch