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Wechsel an der Spitze der HM
Nach zehn Jahren übergibt Martin Leitner das Präsidentenamt der Hochschule München an Sonja Munz
05/10/2026
Altpräsident Prof. Dr. Martin Leitner übergab das Präsidentenamt an Prof. Dr. Sonja Munz. Bei der feierlichen Amtsübergabe am 5. Oktober blickten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf seine Amtszeit zurück. Zugleich richtete die neue Präsidentin den Blick nach vorn.
Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume hob in seiner Laudatio besonders die Entwicklung der HM in Forschung, Transfer und Lehre in seiner Amtszeit hervor. Leitner habe die Forschung gestärkt, Zukunftstechnologien verankert und die HM als „Entrepreneurial University“ weiterentwickelt. „Sie übergeben diese Hochschule in Bestform“, betonte Blume. Für seine Verdienste zeichnete er Leitner mit Pro meritis scientiae et litterarum aus, einer Auszeichnung des Freistaats Bayern für besondere Verdienste um Wissenschaft und Kunst.
Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschullandschaft, Politik und Hochschulrat blickten auf die vergangenen zehn Jahre zurück. Henrike von Platen, Vorsitzende des Hochschulrats, erinnerte daran, wie stark sich die Rahmenbedingungen für Hochschulen in dieser Zeit verändert haben – etwa durch Digitalisierung und Fachkräftemangel.
„Es war mir eine Ehre“
In seiner letzten Ansprache als Präsident dankte Leitner vor allem den Menschen, mit denen er in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet hat. Er sei immer gerne an die HM gekommen – auch, weil er dort Menschen getroffen habe, die er mag und schätzt. Seiner Nachfolgerin wünschte er „nicht nur viel Glück und viel Erfolg, sondern auch viel Freude im neuen Amt“.
„Vielen Dank, es war mir eine Ehre“, schloss Leitner seine Rede. Das Publikum verabschiedete ihn mit langem Applaus und Standing Ovations. Zum Abschied erhielt er außerdem eine eigens für ihn an der HM entworfene Amtskette aus Plexiglas. Anschließend folgte der symbolische Stabwechsel: Leitner übergab den roten Würfel der HM an Sonja Munz.
Auf Erreichtem aufbauen
Für ihre Amtszeit formulierte Munz klare Schwerpunkte: Wissenschaft gehöre „in die Mitte der Gesellschaft“, die Vielfalt der HM sei eine große Stärke. Eine besondere Verantwortung sieht sie in der Ausbildung der Studierenden: „Wir bilden Menschen aus für eine Zukunft, die wir noch nicht kennen.“ Neben Wissen gehe es deshalb darum, kritisches Denken zu fördern. Die HM wolle zudem eine Hochschule sein, die KI „nicht nur versteht, sondern verantwortungsvoll einsetzt“.
Für ihre Arbeit als Präsidentin gab Munz auch ihr Führungsmotto mit auf den Weg: „Zuhören, beteiligen, entscheiden.“ Die HM habe „die Möglichkeit und Kompetenz, wirklich etwas bewegen zu können“.
Oder, wie Hochschulratsvorsitzende Henrike von Platen den Wechsel zusammenfasste: „Heute endet keine Geschichte, sie wird fortgeschrieben.“
Lisa Miethke