Pressemitteilung
Neue Wege für wissenschaftliche Karrieren (PM 35/26)
Die Hochschule München (HM) entwickelt mit Unterstützung des Stifterverbands ihre wissenschaftlichen Personalstrukturen weiter und stärkt Karriereperspektiven nach der Promotion.
06/10/2026
München, 06. Oktober 2026 – Die Hochschule München (HM) ist eine von sechs Einrichtungen bundesweit, die der Stifterverband für die erste Runde seines Projekts „Peer-to-Peer – Personalstrukturen und -entwicklung in der Wissenschaft“ ausgewählt hat. Die HM möchte wissenschaftliche Karrierewege stärker aufeinander abstimmen und insbesondere die beruflichen Perspektiven nach der Promotion weiterentwickeln.
Die zwölfmonatige Peer-to-Peer-Begleitung setzt auf gegenseitiges Lernen: Die teilnehmenden Einrichtungen entwickeln und erproben ihre Konzepte im Austausch miteinander sowie mit erfahrenen Fachleuten aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Organisationen und Wirtschaft. Der Stifterverband organisiert und begleitet diesen Prozess. Der virtuelle Auftakt findet am 10. November 2026 statt.
Verlässliche Perspektiven für wissenschaftliche Karrieren
Langfristiges Ziel der HM ist eine aufeinander abgestimmte Personalstruktur, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern transparente und verlässliche Karriereperspektiven eröffnet. Dazu sollen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in Forschung, Lehre, Forschungsinfrastruktur, Transfer und Wissenschaftsmanagement stärker miteinander verbunden werden. Neben dem Weg zur Professur sollen damit auch andere wissenschaftliche Laufbahnen an der Hochschule sichtbar werden.
Die HM knüpft dabei an Entwicklungen der vergangenen Jahre an, darunter der Aufbau von Promotionszentren und Forschungsinstituten sowie die Einführung der Nachwuchsprofessur. Diese sollen nun in ein übergreifendes, strategisch verankertes Konzept eingebunden werden.
Als attraktive Arbeitgeberin Talente gewinnen
„Im Wettbewerb um die besten Köpfe müssen wir als Hochschule neue Wege gehen. Eine zeitgemäße Personalstruktur bedeutet für mich, verlässliche Perspektiven zu schaffen, die Durchlässigkeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern und eine Kultur zu leben, in der diverse Lebens- und Karriereentwürfe ihren Platz haben“, sagt Prof. Dr. Sonja Munz, Präsidentin der HM.
Eine besondere Rolle spielt die Durchlässigkeit zwischen Wissenschaft und außerhochschulischer Berufspraxis. Karrierewege an Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind häufig durch Wechsel zwischen Hochschule, Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen geprägt. Diese intersektorale Mobilität soll bei der Weiterentwicklung der Personalstrukturen berücksichtigt werden.
HM als einzige Hochschule für angewandte Wissenschaften ausgewählt
Die HM ist die einzige Hochschule für angewandte Wissenschaften unter den sechs ausgewählten Einrichtungen. Sie bringt damit die besonderen Anforderungen wissenschaftlicher Karrierewege an einer HAW in den gemeinsamen Austausch ein.
Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt des Stifterverbands unterstützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen dabei, Personalstrukturkonzepte strategisch weiterzuentwickeln und umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem verlässliche Karriereperspektiven, transparente Auswahlverfahren, internationale Mobilität und eine nachhaltige Organisationsentwicklung.
Neben der Hochschule München nehmen die Universität Bielefeld, die Universität Heidelberg, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Universität Kassel sowie das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin teil.
Ansprechperson der Graduate School: Dr. Andre Lindörfer
Dr. Andre Lindörfer ist Senior-Referent für Postdocprogramme und HAW-Nachwuchsprofessuren an der Graduate School der Hochschule München. Als Ansprechperson der Graduate School steht er für fachliche Rückfragen zur Verfügung.
Gerne vermitteln wir einen Interviewtermin mit Dr. Andre Lindörfer.
Kontakt: Lisa Miethke unter T 089 1265-1929 oder per Mail .
Über den Stifterverband
Der Stifterverband ist eine Gemeinschaft von Menschen, Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Er setzt sich für die Weiterentwicklung von Bildung und Wissenschaft ein, fördert Modellprojekte und unterstützt die Verbreitung erfolgreicher Ansätze. Dazu vernetzt er Akteure aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, entwickelt mit ihnen Lösungen und stößt politische Reformen an.