Pressemitteilung
Stärkere Wirtschaft in der Zugspitz Region (PM 36/26)
Die HM und ihre Partner untersuchen in einem neuen INTERREG-Projekt die wirtschaftlichen Stärken und Kooperationspotenziale der Grenzregion. Beim Kick-off wurde der Förderscheck übergeben.
07/10/2026
München, 09. Oktober 2026 – Die Hochschule München (HM) startet gemeinsam mit der Zugspitz Region GmbH und der Wirtschaftskammer Tirol ein neues Projekt zur Stärkung der Wirtschaft in der Grenzregion zwischen Bayern und Tirol. An der HM sind die Fakultät für Tourismus und das TIZIO Transfer- und Innovationszentrum im Oberland beteiligt. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer gemeinsamen, datenbasierten Grundlage für die grenzüberschreitende Ausrichtung der Struktur- und Gründungspolitik im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie in den Tiroler Bezirken Innsbruck-Land und Reutte.
Beim Kick-off am 28. September 2026 überreichte Christian Hornsteiner, stellvertretender Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, den Förderscheck des EU-Förderprogramms INTERREG Bayern-Österreich. Das Projekt wird mit rund 75.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Wirtschaftliche Potenziale sichtbar machen
Die Wirtschaftsstruktur der Region ist von zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen geprägt. Sie bietet vielfältige Potenziale, erschwert bislang jedoch den systematischen Wissenstransfer, die Nutzung von Synergien und eine abgestimmte grenzüberschreitende Wirtschaftsentwicklung. Hier setzt das neue Projekt an.
Kern des Vorhabens ist eine datenbasierte Stärken-Schwächen-Analyse der grenzüberschreitenden regionalen Wirtschaftsstruktur. Sie soll wirtschaftliche Stärkefelder sowie weitere Aktivitäten mit besonders hohem Kooperations- und Entwicklungspotenzial im gemeinsamen Grenzraum sichtbar machen.
„Neue Stärken entstehen dort, wo innovative Branchen auf vorhandenes, verwandtes Wissen in der Region zurückgreifen können. Gerade für einen ländlichen Raum wie die EUREGIO ZWK ist das der Schlüssel zu einer langfristig positiven Wirtschaftsentwicklung. Unsere Analyse soll zeigen, wo diese Anknüpfungspunkte über die Grenze hinweg liegen“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Matthias Firgo von der Fakultät für Tourismus der HM.
Gemeinsame Grundlage für die Wirtschaftsentwicklung
Die Erkenntnisse aus der Analyse sollen anschließend in drei grenzüberschreitenden Ergebnis-Workshops gemeinsam mit regionalen Akteuren aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden interpretiert und diskutiert werden.
Ziel ist es, konkrete Ansatzpunkte für branchenübergreifende Kooperationen, eine abgestimmte Strukturpolitik sowie eine fundierte Start-up- und Ansiedlungspolitik zu identifizieren. Damit soll eine gemeinsame Wissensbasis entstehen, auf deren Grundlage die Akteure in Bayern und Tirol künftig gezielter zusammenarbeiten können.
GÜ Kooperationen
Das Projekt „GÜ Kooperationen“ (Grenzüberschreitende Kooperationen) ist ein gemeinsames Projekt der Hochschule München (HM), der Zugspitz Region GmbH und der Wirtschaftskammer Tirol mit ihren Bezirksstellen Reutte und Innsbruck-Land. Das Projekt wird im Rahmen von INTERREG Bayern-Österreich mit rund 75.000 Euro gefördert und läuft von Juli 2026 bis Juni 2028.
Prof. Dr. Matthias Firgo
Matthias Firgo ist seit März 2022 Professor für Tourismus an der Hochschule München. Seine Fachgebiete sind Tourismusökonomie, Regionalökonomie und empirische Wirtschaftsforschung.
Gerne vermitteln wir einen Interviewtermin mit Prof. Dr. Matthias Firgo.
Kontakt: Lisa Miethke unter T 089 1265-1929 oder per Mail .