AzGiB
Analyse der Nachfrage von alleinreisenden Frauen unter besonderer Berücksichtigung des Sicherheitsempfindens beim Wandern
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Herausforderungen von alleinreisenden Frauen bei Wanderungen, zu identifizieren und von individuellen Erfahrungen auf ein umfassendes Phänomen zu schließen. Zu diesem Zweck wird eine Definition und Charakterisierung der Zielgruppe entwickelt, um deren spezifische Bedürfnisse und Herausforderungen besser adressieren zu können.
Forschungsgebiet:
- Laufzeit:
- 01.11.2025 - 31.10.2026
- Projektstatus:
- laufend
- Einrichtungen:
- Transfer- und Innovationszentrum im Oberland (TIZIO) Fakultät für Tourismus
- Projektleitung:
- Prof. Dr. Markus Pillmayer
- Drittmittelart:
- Land
- Projektart:
- Forschung
Der gesellschaftliche Wandel hat zu einer Veränderung geschlechtsspezifischer Rollenvorstellungen und Verhaltensweisen im Freizeit- und Tourismusbereich geführt. Aktivitäten wie Wandern, Bouldern und Canyoning, die lange Zeit als männlich konnotiert galten, werden heute zunehmend auch von Frauen genutzt, darunter auch Alleinreisende. Aktuelle Zahlen des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigen ein gestiegenes Interesse von Frauen an Wanderurlauben und mehrtägigen Touren. Gleichzeitig stellen Sorgen um die persönliche Sicherheit eine zentrale Dimension und ein mögliches Reisehemmnis für die Zielgruppe der (allein) wandernden Frauen dar.
Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit genderspezifischen Risiko- und Sicherheitswahrnehmungen sowie tatsächlichen Gewalterfahrungen speziell im Wanderkontext ist bislang jedoch stark unterrepräsentiert. An dieser Forschungslücke setzt das vorliegende Projekt an. Es betrachtet die Gruppe der alleinreisenden Frauen in Bayern und untersucht die spezifischen Herausforderungen, denen diese Zielgruppe beim Wandern begegnet. Mithilfe eines Mixed-Methods-Designs, das Expertengespräche, eine quantitative Umfrage sowie qualitative Interviews mit (alleinreisenden) Wanderinnen umfasst, entwickelt die Studie ein vertieftes Verständnis wahrgenommener Risiken und Sicherheitsbedürfnisse.
Neben der empirischen Erfassung der Herausforderungen der Zielgruppe ist das Ziel, ein Netzwerk mit praxisrelevanten Partnern aufzubauen und diesen sowie der Zielgruppe klare Informationen bereitzustellen, um relevante Infrastruktur und nachhaltige sowie zukunftsorientierte Tourismuskonzepte zu unterstützen. Hierzu wird unter anderem mit Sektionen des DAV sowie den Tourismusverbänden für die vier bayerischen Regionen Allgäu/Bayerisch Schwaben, Franken, Ostbayern und Oberbayern zusammengearbeitet.
Projektträger