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Beziehungsorientierte Pflege

Wissenschaftliche Begleitung durch die HM beim Rollout der kompetenzorientierten Personaleinsatzplanung („Beziehungsorientierte Pflege") in den Einrichtungen der Hilfe im Alter gGmbH. Ziel: Überführung des Implementierungskonzeptes in den Regelbetrieb durch Wissenstransfer und einrichtungsspezifische Begleitung.

Drittmittelart:
Private Dritte
Projektart:
Forschung

Von Dezember 2022 bis Dezember 2025 führte die Hochschule München gemeinsam mit der Hilfe im Alter gGmbH das Projekt „Pflegeorganisation gemeinsam gestalten" durch. In zwei Projekteinrichtungen wurde die Umsetzung einer kompetenzorientierten Personaleinsatzplanung nach Rothgang erprobt und wissenschaftlich begleitet. Daraus liegen belastbare Erfahrungswerte sowie ein Basiskonzept für einen systematischen Rollout in den Regelbetrieb aller Langzeitpflegeangebote des Trägers vor.
Auf dieser Grundlage werden die Projektergebnisse nun in die weiteren Einrichtungen der Hilfe im Alter gGmbH übertragen. Der Rollout läuft und wird von der Hochschule München wissenschaftlich begleitet. Übergeordnetes Ziel ist die Überführung der entwickelten Konzepte der beziehungsorientierten Pflege in den Regelbetrieb — nicht als einheitliche Schablone, sondern durch individuelle Anpassung des Basiskonzepts an die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten jeder einzelnen Einrichtung. So bleibt das Konzept theoretisch fundiert, praktisch anwendbar und nachhaltig wirksam.
Die Rahmenbedingungen in der Langzeitpflege — Fachkräftemangel, steigende Versorgungsanforderungen und enge rechtliche wie personelle Vorgaben — stellen die Einrichtungen vor erhebliche Herausforderungen. Die beziehungsorientierte Pflege setzt hier als Lösungsansatz an: Sie verändert die Struktur- und Ablauforganisation ebenso wie das gewohnte Miteinander der beteiligten Professionen, Mitarbeitenden und Führungskräfte. Das gemeinsam von der Hochschule München und der Hilfe im Alter gGmbH über drei Jahre erworbene Wissen wird in die beteiligten Einrichtungen übertragen.
Im Zentrum der wissenschaftlichen Begleitung stehen vier Aufgabenfelder:

Umfassende Analyse der Einrichtungen — etwa über ein gemeinsames Klausurtreffen der Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen zur Identifikation der spezifischen Anforderungen und Herausforderungen
Wissenstransfer zwischen Leitungsebenen und Hochschule — als zentrale Ansprechpartnerin sorgt die wissenschaftliche Mitarbeiterin für einen kontinuierlichen, einrichtungsübergreifenden Austausch und moderiert die Runden auf Leitungsebene
Dokumentation der Projektergebnisse — Analyse, welche Konzeptelemente erfolgreich umgesetzt wurden und welche Herausforderungen fortbestehen, als Grundlage für eine qualitätsgesicherte Projektkoordination
Begleitung der Umsetzung vor Ort — bedarfsweise Teilnahme an einrichtungsspezifischen Arbeitsgruppen zur Beratung und praktischen Unterstützung

Die Umsetzung berücksichtigt geltende rechtliche Vorgaben, insbesondere die Vorbehaltsaufgaben gemäß § 4 PflBG. Zugleich verfolgt das Projekt das Ziel, die Zufriedenheit von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden zu steigern, die Pflegequalität dauerhaft zu sichern und klare, effiziente Arbeitsabläufe zu etablieren. Durch die wissenschaftliche Begleitung der strategisch relevanten Umsetzung — verbunden mit dem gesicherten Wissens- und Erfahrungstransfer — entsteht ein signifikanter Mehrwert für alle Beteiligten.

  • Langzeitpflege
  • Organisationsstruktur
  • Personalbemessung
  • Pflegequalität

Projektförderung

Hilfe im Alter gGmbH der Inneren Mission München

Adressierte Nachhaltigkeitsziele (SDGs)

Icon Sustainable Development Goals SDG Nachhaltigkeitsziele Gesundheit und Wohlergehen