BE:TA

HAW-ForschungsAkzente 2025: Biografische Erfahrungen nutzen: Transformative Ansätze für innovative Professionalitäten in pluralen Gesellschaften

Laufzeit:
01.01.2027 - 31.12.2030
Projektstatus:
laufend
Einrichtungen:
Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften Forschungsinstitut für Soziales, Gesundheit und Bildung (SHE:RC)
Projektleitung:
Prof. Dr. Ursula Unterkofler, Prof. Dr. Jan Wienforth
Förderprogramm:
HAW - ForschungsAkzente
Drittmittelart:
Bund
Projektart:
Forschung

Das Projekt BE:TA untersucht die Relevanz strukturähnlicher biografischer Erfahrungen von Fachkräften und Nutzer:innen sozialer Dienstleistungen für Professionalitäten Sozialer Arbeit. Im Zuge gesellschaftlicher Transformationen hin zu pluralen Gesellschaften werden Probleme komplexer und Fachkräfte zunehmend diverser – in ihrer Biografie machen sie selbst oft ähnliche Erfahrungen wie Nutzer:innen sozialer Dienstleistungen. BE:TA fokussiert diese strukturähnlichen Erfahrungen, erforscht Risiken und Potenziale für die Koproduktion sozialer Dienstleistungen sowie Möglichkeiten ihrer gezielten Nutzung.
In der Professionalisierungsforschung Sozialer Arbeit ist belegt, dass sich die Biografie der Fachkräfte auf Professionalisierung und professionelles Handeln auswirkt. Dabei wird von einer notwendigen Distanz der Fachkräfte zur eigenen Biografie und zu den Nutzer:innen ausgegangen. Die Sicht der Nutzer:innen auf das Phänomen wird bisher nicht einbezogen. Obwohl insgesamt, etwa durch Peer-Ansätze, die Integration von Lived Experience in die Soziale Arbeit voranschreitet, wird Lived Experience formal qualifizierter Fachkräfte weitestgehend ausgeblendet. BE:TA greift dieses Desiderat auf: Wie werden strukturähnliche Erfahrungen in professionelles Wissen integriert? Wie werden sie in professionellen Interaktionen und Beziehungen, sowie durch soziale Organisationen bearbeitet? Wie können diese Erfahrungen für die Entwicklung innovativer Professionalitäten genutzt werden, die Anforderungen in pluralen Gesellschaften genügen? BE:TA setzt ein Forschungsdesign um, das erprobte und innovative Ansätze kombiniert (Mapping Workshop, Leitfadeninterviews, TransformationLabs). Mittels Situationsanalyse generiert es grundlegendes Wissen für die Umsetzung von Innovationen in den Handlungsfeldern Praxis sozialer Dienstleistungen und Hochschule, das einen Beitrag zum Schließen der Fachkräftelücke ebenso wie zu einer inklusiven Öffnung Sozialer Arbeit leisten kann.

Projektförderung

Projektträger

VDI Technologiezentrum GmbH (VDI-TZ)

Assoziierte Partner

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH)

Fallarchiv Soziale Arbeit