Pflegeschätze II
Pflegeschätze PAZP 2 - Co-Design und Evidenzbasierung von Methoden zur Identifikation von Pflegeinnovationen
Gemeinsam mit pflegenden Angehörigen wurden Ansätze der Co-Kreation und Gamifizierung für eine lösungsorientierte, stärkende Peer-Beratung entwickelt, getestet und auf ihre Wirkung hin wissenschaftlich untersucht. Sie können in Präsenz- oder Online-Selbsthilfegruppen eingesetzt werden.
Forschungsgebiet:
- Laufzeit:
- 01.10.2023 - 31.03.2026
- Projektstatus:
- abgeschlossen
- Projektwebseite:
- https://pflegeschaetze.web.th-koeln.de/
- Einrichtungen:
- Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften MUC.HEALTH
- Projektleitung:
- Prof. Dr. rer. medic. Astrid Herold-Majumdar
- Förderprogramm:
- Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität. Miteinander durch Innovation
- Drittmittelart:
- Bund
- Projektart:
- Forschung
In dem partizipativen und interdisziplinären Projekt "Pflegeschätze" (Laufzeit: 2023-2026) sind Forschende gemeinsam mit pflegenden Angehörigen und Eltern von Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf auf Pflegeschatzsuche gegangen. Pflegeschätze sind das Erfahrungswissen und innovative Lösungsansätze, die sorgende Familien für die Bewältigung ihrer Alltagspraxis entwickelt haben. Auf einer interaktiven Plattform werden die Pflegeschätze zugänglich gemacht. Im sog. „Pflegeschätze-Atelier“ können Selbsthilfegruppen in Präsenz oder online mit Hilfe von co-kreativen Methoden und Gamification-Ansätzen nach Pflegeschätzen suchen und Lösungsansätze gemeinsam weiterentwickeln. In dem Teilvorhaben der Hochschule München wurden diese co-kreativen Methoden und Gamification-Ansätzen entwickelt, gemeinsam mit den Eltern getestet und mit einer mehrdimensionalen Methodik evaluiert. Auf der Projekthomepage stehen für Moderator:innen von Selbsthilfegruppen leicht verständliche Moderationsanleitungen und Erklärvideos zu den co-kreativen Methoden und Gamification-Ansätzen zur Verfügung. Wissenschaftlich wurde die Wirkung der Pflegeschatzsuche, beispielsweise auf die Gesundheit, die Selbstwirksamkeit und die Lebensqualität, in einer Studienpopulation von über 300 Teilnehmenden untersucht. Ein Online-Trainings- und Coaching- Programm für Peer-Moderator:innen der Selbsthilfe wurde entwickelt und getestet. Insgesamt 19 Peer-Moderator:innen sind nun im Feld der Selbsthilfe tätig, um mit pflegenden Angehörigen auf Pflegeschatzsuche zu gehen. Pflegende Angehörige und sorgende Familien werden gestärkt und ermächtigt, selbst ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihren Erfindungsgeist zu entdecken und miteinander auszutauschen.
Ergebnisse des Teilvorhabens:
https://pflegeschaetze.web.th-koeln.de/pflegeschaetze-methoden/
Wissenschaftliche Begleitevaluation:
Projektförderung
Projektträger
Adressierte Nachhaltigkeitsziele (SDGs)