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Vom Flughafen in die interkulturelle Kommunikation
Wie kam Billal Higo vom Luftverkehrsmanagement zur interkulturellen Kommunikation? Im Interview gibt er Einblick in seinen spannenden Werdegang.
02/02/2026
Nach vielen Jahren Erfahrung im Luftverkehrsmanagement am Flughafen München entschied sich Billal Higo parallel den berufsbegleitenden Master Interkulturelle Kommunikation und Kooperation an der Hochschule München zu studieren. Im Gespräch mit dem Weiterbildungszentrum (WBZ) berichtet er, warum er diesen Weg eingeschlagen hat, wie Arbeit und Studium unter einen Hut gebracht werden können und welche Erfahrungen für ihn entscheidend waren.
WBZ: Warum haben Sie sich für den Master entschieden?
Bilal Higo: Schon während meines ersten Studiums habe ich mich für kulturelle und psychologische Themen interessiert. Reisen, internationale Begegnungen und meine Tätigkeit als Jugenddelegierter im Europarat haben diesen Blick geschärft. Das Luftverkehrsmanagement hat mir Spaß gemacht, aber ich habe ein zweites Standbein im geisteswissenschaftlichen Bereich aufbauen wollen. Ein Ferienkurs zur interkulturellen Kooperation hat mir gezeigt: Das ist mein Thema!
Danach habe ich gezielt nach berufsbegleitenden Masterprogrammen gesucht und das Angebot der Hochschule München gefunden. Es war praxisnah und ließ sich gut mit meinem Job verbinden.
WBZ: Wie kombinierten Sie Beruf und Studium?
Bilal Higo: Mit Planung, Disziplin und einem flexiblen Arbeitgeber. Ich kannte die Blockphasen ein Jahr im Voraus, setzte gezielt Urlaubstage ein und legte meine Arbeitszeiten so, dass Abendvorlesungen möglich waren. Darüber hinaus konnte ich selber Fächer zusammenlegen und meinen Stundenplan flexibel gestalten. Ohne diese Flexibilität hätte es nicht funktioniert.
WBZ: Was hat Sie besonders im Studium geprägt?
Bilal Higo: Das Seminar „Interkulturelle Psychologie“ bei Prof. Dr. Simone Kaminski ist mein Einstieg in psychologische Fragestellungen gewesen. Sie hat mich dazu motiviert meine Neugier weiter zu verfolgen. Dazu kommt der Austausch mit sehr unterschiedlichen Kommilitoninnen und Kommilitonen – von Sozialarbeit über Unternehmensberatung bis Flughafenbetrieb. Diese Vielfalt hat meine Perspektive erweitert.
Diese Phase war auch international äußerst prägend: Meine akademischen Arbeiten aus der HM-Zeit habe ich bei Konferenzen und Forschungsaufenthalten in England, der Schweiz, Russland, Deutschland und Kirgistan vorgestellt. Diese internationalen Erfahrungen waren ein entscheidender Impuls für meinen weiteren Weg.