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Forschung, Psychologie und Lehre auf Augenhöhe
Vom Studierenden zum Dozenten: Billal Higo promoviert nach Stationen an der LSE und Charité in transkultureller Psychiatrie und lehrt jetzt selbst an der HM.
04/02/2026
Nach dem berufsbegleitenden Master Interkulturelle Kommunikation und Kooperation an der Hochschule München hat Billal Higo sein Wissen in Psychologie und klinischer Psychologie vertieft. Direkt im Anschluss studierte und forschte er an der renommierten London School of Economics and Political Science (LSE). Heute ist er Doktorand der Sektion Medizin im Feld der transkulturellen Psychiatrie und blickt auf berufliche Stationen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie aktuell am Klinikum der Technischen Universität München zurück. Er lehrt an Hochschulen, im zweiten Semester nun auch an der HM. Im Interview mit dem Weiterbildungszentrum (WBZ) erklärt er, wie er dorthin gekommen ist, wie er Lehre gestaltet und welche Tipps er Menschen, die sich neben dem Beruf mit einem Studium weiterbilden möchten, gibt.
WBZ: Wie sind Sie in die Psychologie gewechselt?
Bilal Higo: Das Fach „Interkulturelle Psychologie“ des berufsbegleitenden Masters an der Hochschule München hat mein Interesse an psychologischen Prozessen geweckt.
Meine damalige Dozentin, Prof. Dr. Simone Kaminski, gab mir den nötigen Anstoß, um diesen Weg weiter zu verfolgen. Entsprechend begann ich parallel ein Fernstudium im Bereich der Psychologie und verfasste meine Masterarbeit an der Schnittstelle zwischen Kultur und Psychologie. Ich wurde sogar eingeladen, sie bei einer Konferenz in London vorzustellen. Dort sind neue Kontakte und Forschungsaufenthalte entstanden. Die klinische Psychologie hat mich schließlich in die transkulturelle Psychiatrie geführt.
WBZ: Wie gestalten Sie Ihre Lehre?
Bilal Higo: Ich arbeite mit Beispielen und Zitaten aus aktuellen Debatten, etwa zur gesellschaftlichen Polarisierung. Ich analysiere gemeinsam mit den Studierenden, wir ordnen psychologisch ein und diskutieren. Das ist keine Frontalvorlesung, sondern ein Dialog. Gerade die Berufserfahrung der Studierenden bringt eine besondere Tiefe in die Diskussionen.
WBZ: Ihr Rat an Berufstätige, die studieren wollen?
Bilal Higo: Klarheit über die eigene Motivation. Ein berufsbegleitendes Studium kostet Zeit – oft auch Wochenenden – und erfordert flexible Arbeitsbedingungen. Wer es ernst meint, kann Inhalte gezielt auswählen, Netzwerke aufbauen und Chancen nutzen. Und: Studienkosten lassen sich steuerlich absetzen.
Weiterbildungszentrum