Drei Fragen an "Menschen mit Agenda"
„Mein Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung molekularbiologischer Werkzeuge und genetischer Modifikationen für nicht-standardisierte Mikroorganismen, um diese als Produktionsstämme für biotechnologische Produkte, wie biobasierte Kunststoffe, zu optimieren.“
HTA-Forschungsprofessor Dr. David Kostner
Prof. Dr. David Kostner
Welche Motivation hat Sie zu Ihrer Forschung gebracht?
David Kostner: "Mich fasziniert das Aufklären des noch Unbekannten in der Biowissenschaft, um damit neue Technologien und Prozesse zu entwickeln, die Umwelt und Gesellschaft zu Gute kommen. Die Neugierde hinter Dinge zu blicken begleitet mich seit Kindestagen, sie ist bist heute die wichtigste Triebfeder meiner Arbeit.."
Welche Innovationen soll Ihre Forschung befördern?
David Kostner: "Meine Forschung zielt auf die Verbesserung von Mikroorganismen ab, um neuartige, erdölfreie, biobasierte Produkte wie Biokunststoffe herzustellen. Diese sind bei Bedarf in der Natur biologisch vollkommen abbaubar."
Welche Anwendungsgebiete wollen Sie mit Ihrer Forschung erschließen?
David Kostner: "Ich möchte vielseitige Einsatzmöglichkeiten schaffen – von Medizintechnik, Agrarwirtschaft bis hin zur chemischen Industrie und zahlreichen alltäglichen Plastik-Anwendungen. So möchte ich einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Bioökonomie leisten, indem fossile Rohstoffe ersetzt und Kreisläufe geschlossen werden."
Charakterisieren Sie Ihre Forschung mit drei Worten?
David Kostner: "Bioplastik, Biotechnologie, Bioökonomie"
Dr. David Kostner
studierte Biologie an der Universität Innsbruck und Mikrobiologie an der TU München. 2014 schloss er seine Promotion im Bereich mikrobielle Biotechnologie ab. Nach seiner Postdoc Zeit am TUM Lehrstuhl für Mikrobiologie (Prof. W. Liebl) wechselte er in die Industrie als Laborleiter bzw. Teamleiter im F&E Bereich bei der Fritzmeier Gruppe (Bereich Biokunststoffe) sowie bei Electrochaea (Bereich archaeelle Biomethanisierung). 2022 wurde er an die Hochschule München berufen (HTA Professur).
Seit 2025 ist er professorales Mitglied im Promotionszentrum Center for Physical and Biomedical Engineering (CPaB).