Weltklimakonferenz in Aserbaidschan - COP29
Die 29. Weltklimakonferenz (COP29) fand vom 11. bis 22. November 2024 in Baku, Aserbaidschan, statt. Ziel der jährlich stattfindenden Konferenz, an der Vertreter aus fast 200 Staaten teilnehmen, ist es, globale Maßnahmen gegen den Klimawandel zu diskutieren, zu vereinbaren und gemeinsam weiterzuentwickeln. In diesem Jahr stand besonders die Klimafinanzierung im Fokus: Die Delegierten einigten sich darauf, die Finanzhilfen für Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern deutlich zu erhöhen

Ziele der Konferenz für das Klima
Konkret wurde vereinbart, bis zum Jahr 2035 jährlich 300 Milliarden US-Dollar bereitzustellen, um ärmere Länder im Umgang mit Klimafolgen zu unterstützen. Diese Einigung stellt zwar einen wichtigen Fortschritt dar, blieb jedoch weit hinter den Forderungen von Entwicklungsländern zurück, die ursprünglich jährliche Hilfen in Höhe von rund 1,3 Billionen US-Dollar gefordert hatten. Außerdem wurden auf der Konferenz neue, detaillierte Regeln für den internationalen Emissionshandel festgelegt, um den globalen Kohlenstoffmarkt transparenter und effektiver zu gestalten. Trotz dieser Fortschritte wurde die Einigung von verschiedenen Seiten kritisch gesehen, insbesondere weil der vereinbarte Finanzierungsumfang als unzureichend bewertet wurde.

HM goes COP29
Vom 18. bis 22. November 2024 nahm eine Delegation der Hochschule München als Beobachter an der 29. Weltklimakonferenz (COP29) in Baku teil. Zwei Professoren und drei Studierende verfolgten die Verhandlungen, Pressekonferenzen und Paneldiskussionen. Ein besonderes Highlight war das Treffen mit der deutschen Delegation, das spannende Einblicke in die internationale Klimapolitik ermöglichte.
Ziel der Teilnahme war es, von der COP zu berichten und die Öffentlichkeit über die Fortschritte und Herausforderungen der globalen Klimapolitik aufzuklären.

Das fünfköpfige Team aus Studierenden und Professoren (Prof. Dr.-Ing. Thomas Ackermann, Fakultät Bauingenieurwesen; Professorin Dr. Susanne Wende, Fakultät Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik; Student Ben Perez; Studentin Verena Maurer; Studentin Laeticia Afschar Yazdi), erhielt die Möglichkeit, den Austausch sowie die Vernetzung mit internationalen Akteurinnen und Akteurenvoranzutreiben. Durch die Teilnahme zahlreicher Stakeholder weltweit konnte von Best-Practice Beispiele erlernt werden, welches Wissen im Bereich Nachhaltigkeit auch für unsere Hochschule von Relevanz ist. Hintergrund der Teilnahme ist zudem das Hochschulseminar "Internationalen Klimaschutz gestalten - Die Rolle der HM auf UN-Weltklimakonferenzen " und der Beobachterstatus der HM.

Berichtserstattung zum anfassen
Im Rahmen des Konzepts zur Teilnahme an der Weltklimakonferenz wurde besonderer Wert auf eine interaktive und anschauliche Berichtserstattung gelegt, um die Konferenzerfahrungen auch direkt an der Hochschule erlebbar zu machen. Dazu gehörten ein Social Media Konzept, ein Live-Stream aus Baku und interaktive Infostände. An den Infoständen konnten durch spielbasierte Vermittlungskonzepte und durch die Erzählungen der Erfahrungen der HM-Delegation die relevanter COP-Themen nahbarer vermittelt werden. Durch partizipative Methode konnten Besucherinnen und Besucher auch ihre Wünsche und Erwartungen an die Weltklimakonferenz reflektieren und über die Schwerpunktthemen wie Wissenstransfer, Finanzierung und Anpassung an die Klimawandelfolgen diskutieren.